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Vom Schauspieler zum Lehrer

Kultur (er)leben mit Herrn Milde

In unserer Schule gibt es seit einigen Monaten eine Kultureinrichtung, die sich immer mehr ausbaut. Herr Milde ist dort einer der Kulturbeauftragten und hat uns in einem Interview im September verraten, worum es bei dem Ganzen eigentlich geht.
 

Was ist diese Kultureinrichtung eigentlich?

„Ich und andere Lehrer werden im Rahmen der begabten Förderung einmal im Monat mit Kindern ein Kultur-Erlebnis starten. Das nennt sich dann Kultur (er)leben. Wir gehen zum Beispiel zu Proben des Hamburger Balletts oder in Museen“, so Herr Milde.

Wie sind Sie auf so eine Idee gekommen?

Uns hat es interessiert wie Herr Milde überhaupt Kulturbeauftragter geworden ist und was die Kultur für ihn für eine Rolle spielt. Seine Begeisterung an dem Projekt und die Offenheit bei der Beantwortung unserer Fragen verriet uns, dass Kultur ein großer Bestandteil seines Lebens ist.

„ Ich habe - bevor ich Lehrer wurde - eine Schauspielausbildung gemacht und war dann auch als Schauspieler tätig, bis ich mich dann mit 28 Jahren entschlossen habe Lehrer zu werden. Kultur hat schon immer eine große Rolle für mich gespielt. Schon als Jugendlicher war ich sehr davon begeistert; ich war z.B. in einer Theater AG, habe auch selbst eine AG geleitet, war im Chor und wollte dann später ganz dringend Schauspieler werden, wäre allerdings auch gerne Dirigent geworden...“, berichtete Herr Milde. Mit so einer persönlichen Antwort hatten wir gar nicht gerechnet und haben uns über diese umso mehr gefreut. Schließlich ist es eine Seltenheit, dass Lehrkräfte gern mehr über sich und ihre Berufswege preisgeben.

Was ist noch geplant?

Ein Kultur-Cafe! Dafür wäre laut Herrn Milde die Kantine gut geeignet. „ Da könnte man verschiedene Leute, wie zum Beispiel Prominente, ehemalige und jetzige Schüler*innen sowie Musiker*innen einladen.

Es wird ebenfalls über eine Art Kultur-Tag/-Fest nachgedacht, wozu man die Ebert-Halle gut nutzen könnte. Somit könnte man Schüler*innen und Künstler*innen eine Bühne für ihre Geschichten oder Talente bieten. „ Damit die Schule einmal im Jahr im Rahmen der Kultur glänzen kann“, so Herr Milde.

„ Ich war einmal vor einiger Zeit mit einem Spanisch-Leistungskurs in Barcelona und dort sind wir in die Oper gegangen. Und auch wenn die Schüler*innen anfangs nicht so begeistert waren, hat es ihnen am Ende doch sehr viel Spaß gemacht bei einer Generalprobe dabei zu sein“, erzählte er uns.

„Ich glaube, manchmal muss man Schüler*innen erst diese Begegnung ermöglichen, um sie für etwas zu begeistern.“ Und genau das bezweckt die Kultureinrichtung an unserer Schule sehr erfolgreich.

 

                                                                                                                      Leonie Sophie Preis, 7T2

 

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